Michael Gwisdek ist einer der renommiertesten deutschen Schauspieler und Regisseure, die gegenwärtig im deutschen Film arbeiten. Seinen größten Triumph feierte er bislang mit der Rolle eines überforderten und schrulligen Managers in Andreas Dresens NACHTGESTALTEN (1999), die ihm 1999 bei der Berlinale einen Silbernen Bären als Bester Hauptdarsteller einbrachte. Zuletzt sah man den Vollblutschauspieler in FREUNDE (2000) und VAYA CON DIOS (2002).

Geboren wurde Gwisdek 1942 in Berlin. Er begann seine Karriere mit einem Fernstudium für Regie am Leipziger Theaterinstitut. Nach Anstellungen an verschiedenen DDR-Theatern war er 1968 erstmals auf der Leinwand zu sehen - in einer Nebenrolle als Cowboy in dem DEFA-Indianerfilm SPUR DES FALKEN.

Als einer von wenigen DDR-Schauspielern durfte Gwisdek in den siebziger und achtziger Jahren auch in Filmen westdeutscher Regisseure (u. a. Bernhard Wicki und Hark Bohm) mitwirken. 1988 gab er mit TREFFEN IN TRAVERS sein Debüt als Filmregisseur. Der Film verhalf ihm auf Anhieb zu internationalem Renommee. Seitdem arbeitet Michael Gwisdek sowohl vor als auch hinter der Kamera.

 

Filmographie (Auswahl)

2002 GOOD BYE, LENIN!
Regie: Wolfgang Becker

VAYA CON DIOS
Regie: Zoltan Spirandelli
2000 DIE UNBERÜHRBARE
Regie: Oscar Roehler

EINE HAND VOLL GRAS
Regie: Roland Suso Richter

FREUNDE
Regie: Martin Eigler
1998 NACHTGESTALTEN
Regie: Andreas Dresen
1997 SIEBEN MONDE
Regie: Peter Fratzscher

DAS MAMBOSPIEL
Regie: Michael Gwisdek
1994 ABSCHIED VON AGNES
Regie: Michael Gwisdek

WACHTMEISTER ZUMBÜHL
Regie: Urs Odermatt
1991 DER VERDACHT
Regie: Frank Beyer

DIE SPUR DES BERNSTEINZIMMERS
Regie: Roland Gräf
1990 DER TANGOSPIELER
Regie: Roland Gräf

DAS HEIMWEH DES WALERJAN WROBEL
Regie: Rolf Schübel
1989 PESTALOZZIS BERG
Regie: Peter von Gunten

HERZLICH WILLKOMMEN
Regie: Hark Bohm
1988 TREFFEN IN TRAVERS
Regie: Michael Gwisdek
1988 HÄLFTE DES LEBENS
Regie: Hermann Zschoche

SANSIBAR ODER DER LETZTE GRUND
Regie: Bernhard Wicki

COMING OUT
Regie: Heiner Carow
1984 DER FALL BACHMEIER - KEINE ZEIT FÜR TRÄNEN
Regie: Hark Bohm
1983 ÄRZTINNEN
Regie: Horst Seemann
1980 JADUP UND BOEL
Regie: Rainer Simon
1968 DIE TOTEN BLEIBEN JUNG
Regie: Joachim Kunert