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 | Namseekim aus Korea [southclock@yahoo.com] am 16.03.03 um 20:47 Uhr |
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Hallo,
gerade habe ich den Film gesehen. Da ich mich für das, was die Vereinigung zwischen kapitalistischem und sozialistischen Staaten bringen würde, interessiere, habe ich bis jetzt viele Informtationen darüber gesucht. Genau dieser Film zeigt, wie das Leben des Menschen nach starker Wende ändern würde.
Wir,Koreaner leben jetzt getrennt zwischen Süd und Nord genauso wie die frühre Deutsche. Im Süd beherrscht der Kapitalismus und Amerika, im Nord Kommunismus. Mich würde es sehr interessieren zu wissen, was passieren würde dem Leben des Menschen, wenn die Nor-, und Südkorea vereinigt würde. Zwar besonders das Leben dessen, wer dem ehmaligen sozialistischen Staaten gehören. Sie müssten ihre Gedanken, Lebensgewöhnung,Gewißheit über den Alltag, das Selbstvertrauen, alles, was sie in ihrem vertrauten Leben gewonnen hatten, verwerfen oder korrigieren! Das wäre sehr sehr harte und traurige Verarbeitung sein.
All das wurde im Film sehr effektiv und witzig dargestellt! Ich finde es toll!
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 | Goldstück [101727.1600@compuserve.de] am 16.03.03 um 09:16 Uhr |
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Exotischer war noch kein Weihnachtsgeschenk als das "Care-Paket", das mir eine meiner liebsten Freundinnen (Ossi + Wessi)zu X-mas nach München geschickt hat: "Felinchen"? - Nie gehört. Aber in "Good bye Lenin" fühlte ich mich plötzlich sehr schlau. "Nudossi"? "Schlager Süßtafel" - Echt ätzend der Name - schmeckt aber gar nicht so übel! usw usw...
Aber jetzt das Tollste: Als im Münchner ARRI-KINO das Licht wieder anging, ich aber noch mehr als eine Träne im Knopfloch hatte, traute ich meinen Augen und Ohren nicht: denn dass all diese Schwabinger, die da neben, vor und hinter mir ihre Nasen putzten und sich die Augen wischten, trotz Erkältung ins Kino gegangen waren - das glaube ich nun doch nicht!
Ich glaube vielmehr, dass der Film uns allen die vertane Chance einer "echten Wieder-Vereinigung" klar gemacht hat - und verpasste Gelegenheiten schmerzen immer. Wie gnadenlos "es" gelaufen ist, das tut auch uns WEssis weh!
Was für ein Glücksfall, dass uns diese späte Erkenntnis nicht um die Ohren gehauen, sondern liebevoll ironisch unter die Nase gehalten wurde! -
Danke für einen so leichten Film über ein ernstes Thema!
Heike W. |
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 | Sven am 15.03.03 um 03:05 Uhr |
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Ach, noch was Andrea!
Ich störe ja nur ungern, aber Du sagst ja selbst, dass Geduld eine deutsche Tugend sei. Mir sind beim näheren Hinschauen noch ein paar Fragen gekommen:
1.Waren im Centrum-Warenhaus tatsächlich "Strassen und Kanten" wie Du behauptest?
2.Wie sieht es aus, wenn Du am Markt "vorbeistrochlst", während Du Hamstertschechen beneidest?
3.Gut, von meinen Großeltern weiss ich, dass "Der Russe" ganz alleine komplette Industrieanlagen demontieren und verschleppen kann, aber dass einer alleine so einen Hintern hat, dass er einen ganzen Bus damit besetzen kann... oder sass er auf dem Platz auf dem fett "Andrea" stand?
4.Kaufst Du immer Käse, wenn Du wütend bist?
5.Sei mal ehrlich: Der Kubaner kommt doch nur drin vor, weil er sich auf "armer" reimt, oder? Da wird aus Andrea schnell auch ein Maskulinum, was?
6.Wenn die Polen, die Kohle haben, warum hat es dann in der DDR danach gerochen?
7.Wenn die Russen Euer Licht geklaut haben, ist mir schon klar warum Du nicht so helle bist!
Sonst hättest Du aus dem wunderbaren Film, dessen Forum Du mit Deiner Pseudolyrik beschmutzt, gelernt, dass uns Grenzen nicht weiterbringen.
Bis die Tage Sven |
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 | Yvonne [sparcy@web.de] am 15.03.03 um 00:51 Uhr |
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Habe gerade zusammen mit meiner Freundin diesen gigantischen Film gesehen und bin immer noch völlig hin und weg. Dachte nach dem Trailer eigentlich, es wäre eine nette leichte Komödie über die diversen DDR-Problemchen, Produkte und Ausschnitte aus dem Ost-Alltag. Habe allerdings geheult wie ein Schloßhund. Der Film hat so viel Tiefgang und mich berührt, wie selten ein Kinostreifen. Hab die Wende mit 12 Jahren in Ebersbach, einem kleinen Ort in der Nähe von Bautzen erlebt und somit eine sehr behütete und sorgenfreie Kindheit gehabt. Möchte fast behaupten, daß es uns als Kindern in der DDR an gar nichts gemangelt hat (ja okay, was man nicht kennt, kann man nicht vermissen): Kinderbetreuung in Form von Kindergrippen, -gärten, Schulhort, AGs (Arbeitsgemeinschften), Schulspeisung für ein geringes Entgelt, Impfungen und Zahnarztkontrollen, die gleich vormittags während der Schulzeit durchgeführt wurden.... Die Liste kann man glaub ich noch um viele Dinge ergänzen! Seit reichlich 4 Jahren wohne ich nun in Augsburg und bin trotzdem froh, daß ich in einem wiedervereinigten Deutschland leben darf. Ich liebe es, zu reisen - was sich in der DDR außerhalb des Ostblocks schwierig gestaltete - und hab hier außerdem meine große Liebe Alex, ja genau, einen Bayern, kenengelernt. Und inzwischen kann er nicht nur auf russisch "Ju ljublju tebja" sagen, sondern weiß auch - wie meine Kollegen und Freunde hier auch - um die vielen liebenswerten Besonderheiten, die nun mal die DDR und ihre damaligen Bürger ausmachen.
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 | Oliver [schmidoli@web.de] am 14.03.03 um 11:13 Uhr |
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Ein sehr schöner und poetischer Film mit wundervoller Musik - zu Recht vom Komponisten, der auch die Musik zur "Amélie" geschrieben hat. Bin ebenfalls der Meinung, daß es keine Komödie ist, sondern eher ein "Drama mit Augenzwinkern" ;-)
Ein Film, der ein Leben in einem vergangenen Land zeigt, das die Westdeutschen kaum gekannt haben und die Ostdeutschen mit den verschiedensten Erinnerungen verbinden (ich selbst komme aus dem Süden Deutschlands, war bei der Wende 19 Jahre alt). Ich denke, den meisten geht es hier nicht um eine "Verherrlichung" der DDR - das war ein schlimmes Unrechtsregime. Trotzdem kann ich es nachvollziehen, daß man, wenn man dort gelebt hat, auch positive Erinnerungen an seine Kindheit und diverse andere Dinge hat, die es heute nicht mehr gibt.
Was ich allerdings schlimm finde, ist, wenn es heute Leute gibt, die mit FDJ-Uniformen, DDR-Fahnen, Orden und Abzeichen ins Kino gehen und das als Fest feiern. Das ist meiner Ansicht nach eine unzulässige Verharmlosung eines Systems, unter dem viele Leute leiden mußten.
Doch zurück zum Positiven: ich denke, der Film kann die Menschen in Ost und West einander näherbringen. Ich für meinen Teil habe die Bezeichnugen "Ossi" und "Wessi" nie benutzt, weil ich niemanden in eine Schublade stecken möchte und ich der Meinung bin, daß wir alle Europäer sind, jeder mit einer unterschiedlichen, ganz persönlichen Geschichte.
Vielleicht ist dieser Film auch ein Film gegen das Vergessen - in beiderlei Hinsicht. |
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 | Andrea aus Berlin am 13.03.03 um 22:46 Uhr |
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Stadtbild
oder
Die Erlebnisse eines gewöhnlichen DDR-Bürgers
Vom Centrum-Warenhaus da komm ich her,
ich muss euch sagen,
alle Fenster sind leer.
Überall auf den Strassen und Kanten,
da sitzen die Polen mit ihren Verwandten.
Und draussen,vor verschlossenem Tor,
da stehen geduldig die Deutschen davor.
Und wie ich so strolche am Markt vorbei,
da seh' ich die Bürger aus der Tschechei.
Sie haben gekauft und gefüllt ihre Taschen,
da gucken sie dumm,die Deutschen, die Flaschen.
Als ich dann heimfuhr mit dem Busse,
sass auf meinem Sitzplatz auch noch ein Russe.
Vor Wut dann im Laden kauf ich mir Käse
und wer steht vor mir?Ein Vietnamese!
Ich stürze zur Tür raus, bin fertig ich armer,
da stoß ich zusammen mit einem Kubaner.
Drum denk ich,lieber Erich ,sei unser Gast
und gib uns die Hälfte von dem was du hast.
Der Pole hat Kohlen,der Russe hat Licht,
wir haben die Freundschaft,mehr brauchen wir nicht.
In den Strassen tiefe Löcher,
in den Läden leere Fächer,
zu Ostern keine Geschenke,
zu Pfingsten keine Getränke,
zu Weihnachten keinen Boom,
zu Silvester keinen Strom,
in der HO keine Bekannten ,
im Wohnungsamt keine Verwandten,
aus dem Westen auch kein Paket
und dann fragst du noch
WIE ES MIR GEHT?
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 | Sabine [cat74@gmx.de] am 13.03.03 um 20:54 Uhr |
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Ich habe es endlich auich geschafft, mir Goodbye Lenin anzuschauen. Und das will wirklich was heißen, so oft gehe ich nicht ins Kino. In diesem Fall muss ich sagen, ich bin froh, dass ich drin war.
Richtig erschreckend fand ich, die Szenen, als original Filmmaterial von Mauerfall oder Prager Botschaft, unter ganz anderen Vorzeichen kommentiert, zum Einsatz kamen. Es wirkte irgenwie wirklich glaubwürdig, dass es Westdeutsche sind, die Mauern und Zäune stürmen. Womit die Macht der Medien und deren Möglichkeit, Information zu manipulieren mir wieder einmal in erschreckendem Maße gegewärtig wurde.
Ich muss den Machern ein großes Lob zur Filmidee aussprechen, ich finde es sehr gut, dass auf unterhaltsame Weise deutsche Geschichte aufgearbeitet wird, die gerade für die ganz junge Generation schon weit zurück liegt, ohne dass dabei Ernsthaftigkeit und Denkanstoss zu kurz kommen. Ich selbst war fünf als die Mauer fiel und während des Films kamen mir sporadisch Erinnerungen an Eindrücke während unserer Besuche bei Verwandten in Meiningen, und seien es nur die Tapeten! Meine wenigen Erinnerungen versuche ich mir zu konsevieren, inzwischen habe ich auch die Berichte meines republikflüchtigen Vaters schätzen gelernt.
Ich hoffe, dass Filme wie dieser dazu beitragen, dass die Deutschen beiderseits der ehemaligen Grenze sich gegenseitig besser kennen lernen. Denn es ist einfach nur schlimm, wenn Jugendliche in einem Ort 50 km von der ehemaligen Zonengrenze in ihrem Leben vielleicht ein Mal im Osten waren Erfurt samt Weimar nach "Mecklenburg-Vorpommern oder so" verschieben!
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 | Tricki [tricki63@gmx.net] am 12.03.03 um 13:30 Uhr |
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Als Berliner Ossi, der damals Mitte 20 war, wurde ich durch den Film nochmal richtig zurückgeholt. Vieles hatte ich vergessen oder verdrängt. Die historische Genauigkeit der Darstellung und der Geschichten im Film, bis hin zur Strategie der BePo bei der Auflösung der Demonstration fand ich fast unheimlich.
Das Wichtigste für mich war das Aufzeigen der zwei Gesichter der DDR. Einerseits das verbrecherische, fast faschistoide System - auf der anderen Seite die Utopie, daß es auch nicht immer nur um Knete, Profit und Ellenbogen gehen muß, sondern menschliches Zusammenleben eigentlich eine andere Rationalität als die des Geldes braucht.
Damit wurde diesem Land doch noch, zumindestens filmisch, ein, vielleicht unverdientes, einigermaßen würdiges Begräbnis zuteil. |
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 | Tom [geb. 1964] am 12.03.03 um 00:23 Uhr |
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vorab:
Gunner stimme ich zu (siehe unten).
weiter:
Als DDR-Geschädigter (falsch) habe ich mit meinen nunmehr fast 40 Lenzen eine Menge Zeit im Sozialismus verbracht und war "eigentlich" immer dagegen. Nach der Wende habe ich mich sehr schnell zum perfekten (eigene Einschätzung - ebenso falsch)Wessi gemausert (inklusive Karriere) und die Vorzüge auch genossen (mit Genossen hatte ich damals wenig im Sinn).
Ich "durfte" miterleben, wie sich Staatsgewalt (nein, kein Gefängnis) anfühlt, wie die Staasi agiert (angehängte Republiksflucht mit 18 - lächerlich) und habe meinen besten Freund "rüber" gehen sehen (danach noch mehr Staasi). Marode Betriebe, korrupte Parteisekretäre, AWG, FDJ, GST und eine doch tolle Jugendzeit (saufen, feten, rumziehen, Blödsinn machen ist politisch unabhängig!!) sind mir auch nicht fremd.
Was wollte ich eigentlich sagen? Ach ja, ich habe natürlich viel gelacht im Film (sehr viel) und (nach) dem Film auch sehr viel geweint (ja ja Kerle). Zum Glück habe ich den Film alleine gesehen, so dass ich nicht in Erklärungsnot geriet. Ich bin übrigens seit zehn jahren mit einer Wessifrau verheiratet und auch sonst immer mit Ost und West im Beruf verbandelt (ist echt schwer). Der Film ist gut. Punkt.
rest:
Der Film ist wirklich gut. Danke an die Macher. Das Geld für die DVD werde ich wohl ausgeben (die 11te DVD überhaupt). Kommt gleich neben "Magnolia".
nachsatz (oder sätze):
Es ist schwer west und ost unter einen Hut zu bringen. Der Film ist für Wessis schwerer verständlich (glaube ich). Schade eigentlich. Für Ossis ist er eher hart, jedenfalls für meine Generation (viel wird ja nicht geredet).
Der Zeitpunkt für den Film ist gut gewählt. Viele (auch ich) brauchten sicher einige Zeit, den Westen zu verstehen (und sich nicht nur anzupassen).
Das musste ich einfach loswerden. Viel Spaß noch im Forum.
Tom |
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 | Gunner [gunner@gekido.de] am 11.03.03 um 22:58 Uhr |
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Hallo Ihr Lieben,
ich wollte Euch für diesen Film danken. Leider wurde der Film in der Vorpromo wie eine Art zweite Sonnenallee angepriesen. Gott sei dank ist er aber wesentlich mehr. Ich war auch einer derjenigen die heulend aus dem Kino kamen, na gut vorher wurden die Tränen abgetupft. Ich verstehe den Film als Spiegel jener Ereignisse. Damals wurde ein kleines Land, dessen Bürger sich selbst Luft machten, vom grossen Bruder nebenan überrollt. Und die meisten Bürger der DDR wollten nichts lieber all alles Vergangene schnell vergessen und begrüßten ihre eigene Selbstaufgabe in den ersten Monaten mit offenen Armen. Das ist als menschliche Reaktion auch nur verständlich. Dieser Film ist keine Kritik an diesem Vorgang, er reflektiert einfach nur und fragt ob eine langsame Veränderung nicht besser gewesen wäre. Vor allem für die älteren Menschen, welchen so ein Stück Identität genommen worde. Egal ob die Idee des Sozialismus praktikabel war, gut oder schlecht umgesetzt wurde, sie glaubten an dieses Land.
Mich persönlich hat der Film daran erinnert woher ich komme. Ich bin 27, wurde in Leipzig geboren und wohnte hier auch. An jenem Samstag, dem 7.Oktober 1989 war ich mit meinen Eltern in der Leipziger Innenstadt. Und habe die Bilder des Films selbst gesehen. Ich war auch am 9.Oktober, bei der kritischsten aller Montagsdemos an der Nikolaikirche, in der Stadt. Jenem Tag als die Kampfgruppen "bereit waren den Sozialismus mit der Waffe in der Hand zu verteidigen." Ich bin (damals 13) von Polizisten aufgegriffen und 2 Stunden auf dem Revier festgehalten worden. Als die Polizisten mich nach Hause brachten, kamen sie nicht in die Wohnung. Diese war komplett leer und auch ein Ostpolizist hätte sich sehr schnell zusammengereimt: Diese Familie will raus. Und am 13.Oktober 89 fuhren wir nach Ungarn. Den großen Tag des Mauerfalls erlebte ich vor einem Fernseher in Köln, wo ich heute noch wohne. Filme wie dieser sind wichtig. Nicht um Ostalgie anzuheizen, sondern um den Leuten begreiflich zu machen: Man konnte als Deutscher eine von 2 Identitäten haben. Keine war besser oder schlechter, keine ein Grund sich zu schämen oder benachteiligen zu lassen.
Und btw, ich war auch ein junger Kosmonaut. Davon gab es drei AG´s (steht das schon im Wörterbuch?) in der DDR. Die Berliner aus dem Film (im Pionierpark), die Chemnitzer und uns Leipziger. Im Rahmen des Pioniertreffens (der einzigen Woche meiner DDR-Zeit in der ich jeden Tag eine Banane und H-Milch außerhalb von Berlin bekam) waren wir in 88 in Chemnitz und trafen in diesem Rahmen auch Wilfried Poßner (FDJ-Chef) und Margot Honecker. Und die Frau war mal richtig senil. ;-) |
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 | Eastbeast [easyeast@hotmail.com] am 11.03.03 um 22:03 Uhr |
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Liebe Ossis, Wessis, Nordis, Südis,....
Hier geht eine Diskussion ab, die zwar durch den Film hervorgerufen wurde, jedoch mit ner Filmkritik nix mehr zu tun hat.
Aber vielleicht isses ganz gut, dass sich alle mal damit auseinandersetzen, was 1989/ 90 so passiert ist.
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An die "Macher" der PAGE auch gleich der Vorschlag, das Forum auf jeden Fall aufrecht zu erhalten und eventuell publik zu machen, denn hier spielt sich was ab, was längst hätte mehr und eher passieren sollen:
Ein Deutschland- aber zwei Kulturen- versuchen sich irgendwie zu verstehen oder konfrontieren sich mit verschiedenen Meinungen.
Oder beides.
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Ob nun Ost und West- oder Ost und Ost- oder West und West
es ist einfach nur wichtig sich mitzuteilen.
Dass manch einer sagt, dass die DDR plötzlich total super gewesen ist oder ein anderer, dass die Mauer wieder hochgezogen werden sollte....
naja das sind halt die Extreme...und die gibts überall, dass ist weder typisch Ost noch typisch West.
Meiner Meinung nach soll man nicht verleugnen, woher man kommt- auch oder gerade nicht als "Ossi"- aber man sollte auch nicht den Blick für die Realität verlieren.
Vieles war gut und vieles war schlecht, es ist nunmal nicht in einem Wort zu definieren was "EX-DDR`ler" zu sein heisst.
Genauso ist es "drüben"... genauso ist es mit der "Wende" und genauso sieht es in uns aus...
Mann kann niemals von einem Sachverhalt sagen, er ist 100 % gut. Meine Fresse...
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Ich bekenne mich dazu WOSSI zu sein...
und ich freu mich drüber, denn ich bin im Osten aufgewachsen und hatte meine Verwandtschaft im Westen.
Ich war Jung- und Thälmannpionier und hab trotzdem mit nem Pelikanfüller geschrieben.
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Mein Gott, so ein Gefasel, wer wie ist, es ist nunmal unserer aller Vergangenheit!!!!!!!!!!!
Ihr könnt damit leben oder es lassen.
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Ne Filmkritik hatte ich ja schon am 3.03. oder so hier gelassen :-)
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A chja und Erdnussflipse sind - zumindest hier bei uns in Südbrandenburg/ Nordsachsen- Engerlinge. Fürs Ossi- slang Buch.
Und dann gibts noch "Bummi"- das is ein gelber Teddybär
ebenso Pittiplatsch der Liebe- ein schwarzer Kobold is.
Na denn viel Spass noch beim diskutieren!
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Wer übrigens Kontakt mit einem Wossi haben möchte, freue mich über Post. :O)
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By e und Do swidanja
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 | Bernd [fliegkiste@aol.com] am 11.03.03 um 19:43 Uhr |
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Hallo an alle Filmbesucher von GOOD BYE, LENIN
Gestern habe ich mir den Film angeschaut und gelacht und geheult. Das heißt, er hat schon Eindruck auf mich gemacht und keinen schlechten.
Wie sich hier manche zerfleischen verstehe ich einfach nicht. Es ist nun mal so, es gibt schlechte, gute und sehr gute Filme. Zu den Letzteren zähle ich diesen. Daß das Andere anders sehen, kann ich verstehen und tolerieren. Sie sollten es auch tun und sich ihr Thema aussuchen, ich werde dann auch nicht über 007, Herr der Ringe u.s.w. meckern. es sollte uns mit Freude und Zuversicht erfüllen, das ein deutscher Film so einen Erfolg hat.
Ausserdem, können sich so viele Menschen irren ???
Noch eine Ergänzung zu den Ostbegriffen :
1. Haushaltstag : War kein Behördentag, den gibt es ja nur ein- oder zweimal im Jahr. Diesen Tag gab es für "berufstätige Mütter" jeden Monat einmal, und natürlich bezahlt.
2. Spee : Ist ein Waschmittel, welches es heute immer noch gibt, natürlich von "Henkel"
3. Stempel : Eintrag mittels Stempel, den jeder Vopo (Volkspolizist) und Weisse Maus in der Tasche hatte, in eine "Stempelkarte". Die allerdings war schon beim 5.Eintrag voll, was heisst,das mann da schon Fahrrad fahren oder laufen musste, wobei man sich bei einer Ordnungswiedrigkeit durchaus zwei oder drei Stempel auf einmal einfangen konnte.
Aber der pfiffige DDR-Bürger hatte in diesem Fall eine zweite Karte parat.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd
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