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 | made in GDR am 02.06.03 um 17:59 Uhr |
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Einfach toll der Film.
Es ist fast so, als würde man wieder mit den Augen der Kindheit sehen.
Wenn man aus dem Film kommt, bemerkt man, was seit 1990 so alles an Werten verloren gegangen ist. Teilweise hat man sogar seine eigene Identität verloren. Das finde ich persönlich sehr schade.
Viele meiner Landsleute schämten sich 1990 zu sagen, daß sie aus der DDR kämen. Zu denen habe ich nie gehört.
Ich habe selbst nach über 10 Jahren noch erlebt, daß es systemtreue Menschen gibt, die selbst heute noch zur DDR stehen.
Vor diesen Leuten kann ich echt nur den Hut ziehen.
Die Abschlußrede von Sigmund Jähn am Ende, die ist es echt.
Jedes Mal bekomme ich eine Gänsehaut beim Schauen dieser Szene und ich kämpfe auch fast mit den Tränen.
Wäre das alles so gelaufen, wie in dem Film , ich glaube, dann würde es vielen Leute heute besser gehen, in beiden Teilen des Landes.
Freundschaft! |
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 | Dossi [webfaxhro@web.de] am 01.06.03 um 11:03 Uhr |
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Die Sichtweise ist interessant. Genau dazu soll der Film ja anregen. Niemand kann sagen, wie 13 Mio. Bürger dachten und ob sie alle gleich dachten. Ich denke, die die es verstanden haben und denen es nicht egal war, die wollten eine andere DDR. So wie Alex. Aber die Wiedervereinigung, das war etwas überrumpelt und überraschend. Die meisten DDR-Bürger wollten doch eher, dass die DDR weiterbesteht (Angst vor dem Kapitalismus) und dass es Burger King, die D-Mark und Westwaren gibt. Dass das nicht ging, haben sie damals gar nicht kapiert. Wer wusste denn damals schon, wie es im Westen wirklich aussah? Ein Großteil dachte, im Westen ist alles schlecht. auch heute noch hört man "Es ist nicht alles Gold, was glänzt". Sie hassten nicht die DDR, sie hassten den Alltag in der DDR. Nicht gegen die DDR gingen sie auf die Straße, sondern gegen die SED. Sie wollten eine DDR ohne SED und Stasi, ein Körper ohne Herz und Hirn. Sie wussten nicht, dass die Extrahierung einer Komponente zum Scheitern des ganzen Systems führen würde. Damals gab es keine Existenzängste, wenn man nicht gerade aneckte. Und das wurde im Film auch deutlich. Man kann über diesen weltweit einmaligen Fall keine objektive Sichtweise erlangen. Das können erst die Generationen nach uns, die es nicht erlebt haben. Die DDR-Bürger waren Opfer oder Teil der Show. Sie fielen entweder drauf rein oder machten mit oder verschwanden von der Bildfläche. Den meisten war es egal. Was man nicht kennt, vermisst man nicht. Was man nicht vermisst, ist einem gleichgültig. |
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